YURAK RUMI
Inkakultstätte und peruanischer Kraftort am „Ende der Welt“
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Webseite Marta und Urs Zumstein
Wie ein gelandetes Raumschiff liegt er in einem einsamen Tal, der Yurak Rumi oder der „weisse Felsen über einer Quelle“, wie er von Pater Antonio de Calancha 1638 nach der Eroberung des Inkareichs durch die Spanier beschrieben worden ist. Hiram Bingham, der Wiederentdecker von Macchu Pichu hat diese Kultstätte der Inkas im Tal von Vilcabamba 1911 bereist und sie ausführlich beschrieben.
Diesen Rückzugsort der Inkas vor den Spaniern erreicht man auf abenteurlichen Wegen entweder mit einer touristisch organisierten Tour oder mit guten Orts- und Sprachkenntnissen. Ab Aguas Calientes/Macchu Pichu - Santa Teresa (Quillabamba) - dreistündigeTaxifahrt auf einer abenteuerlichen und nicht ungefährlichen Schotterstrasse durch das Tal des Rio Vilcabamba zum Dörfchen Huancacalle auf knapp 3000 Metern Höhe.
Jede Seite des Yurak Rumi (Quechua: “Weisser Stein) ist anders geformt und bearbeitet. Auf der Nordseite ist eine kleine Treppe in das Gestein gehauen und darüber sind quadratische Steine, ähnlich wie Intihuatanas, heraus gemeisselt.
Ostseitig gibt es über dem Wassertümpel und im Schatten des Felsens behauene Sitze, die damals vermutlich als Ort von Weissagungen nur von den Priestern und Zauberern benutzt werden durften.
Auf der Süd- und der Westseite finden sich behauene Plattformen und weitere Sitze. Die oben abgeplattete Fläche diente wohl als Opferstelle für Tiere.
Die Stille des Ortes und der einfach so in der Landschaft ruhende, von den Inkas wahrscheinlich als Opferstätte benutzte Yurak Rumi beeindruckt ebenso wie die Ruinen eines Tempels und die ganze Umgebung, ñusta Ispana genannt.
Plan der Anlage von Yurak Rumi, ñusta Ispana Zeichnung von 1911 (Expedition Hiram Bingham nach Vilcabamba)
Ruinen “Rosaspata”, fast in “Sichtweite” der Kultstätte Yurak Rumi
Zur Zeit des Inka Titu Cusi haben sich dort Priester gegen Osten gewandt und die aufgehende Sonne begrüsst.